Teufelstreppe - Macht die Stadt einen Rückzieher?

Veröffentlicht am 12.12.2012 in Aktuell

Zunächst hatte der Baudezernent, Martin Prümm, Anfang des Jahres mit der Ankündigung überrascht, dass es nun doch eine kostengünstige Lösung für die Wiedereröffnung der Teufelstreppe gibt. Die Treppe sollte zum Wanderweg werden, um die Unterhaltungskosten deutlich zu reduzieren. Daraufhin hatten sich Pfaffendorfer und Astersteiner Vereine zusammen mit vielen Ehrenamtlichen zu einer großen zweitägigen Reinigungsaktion getroffen. Dabei hatte sich gezeigt: Die Treppe ist in einem erstaunlich guten Zustand.
Doch nun folgt die Ernüchterung. Mittlerweile legte das Amt für Grünflächen eine Kostenkalkulation vor, die sich auf über 70.000 Euro beläuft. Eine Summe, die nicht einfach so im Haushalt unterzubringen ist.
Bei einem Gespräch von Ratsmitglied David Langner mit dem Verschönerungsverein machten die beiden Vertreter, Gerhard Bruchhof und Joachim Zimmermann, deutlich, dass sie diese Rechnung für deutlich überzogen halten. Nach Ansicht des VVV reichen 10.000 Euro aus. Der VVV bietet auch an, einige Dinge in Eigenleistung anzupacken.
Um den Unterhaltungsaufwand zu reduzieren, will die Stadt auch umfangreiche Fällungen von mehr als 40 Bäumen veranlassen. Dagegen sprechen zunächst allerdings Argumente des Naturschutzes zum Erhalt von Lebensräumen der Fledermäuse und Spechte. In jedem Fall ist ein entsprechendes Gutachten notwendig, um die Fällungen seitens der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord genehmigen zu können.
Jetzt hat das Liegenschaftsamt der Stadt, auch im Zuständigkeitsbereichs des Baudezernenten, festgestellt: Die Grünflächen entlang der Teufelstreppe gehören der Stadt überhaupt nicht. Beim Eigentümer handelt es sich wohl um die Deutsche Bahn - ein bekanntermaßen schwieriger Verhandlungspartner.
David Langner zeigte sich enttäuscht über die aktuellen Entwicklungen: „Es sind Hoffnungen geweckt worden, bei den Vereinen, bei vielen ehrenamtlichen Helfern und nun entpuppen sich die Versprechungen von Herrn Prümm als Seifenblase. Die SPD erwartet, dass die Stadtverwaltung eine versprochene kostengünstige Lösung präsentiert. Der Baudezernent steht hier in der Verantwortung."

 

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